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Nachträgliche Ermittlung von Symptomen in der Kindheit

Aktuelle Krankheitsmodelle gehen davon aus, dass eine ADHS als Entwicklungsstörung in der Kindheit beginnt. Damit die Diagnose im Erwachsenenalter gestellt werden kann, ist dies rückwirkend zu belegen.

Keine ADHS-Diagnose in der Kindheit

Der retrospektive Nachweis von ADHS-Symptomen ist unkompliziert – und praktisch gegeben –, wenn ein erwachsener Patient als Kind bereits die fachärztliche Diagnose einer ADHS erhalten hat. Schwieriger kann es sein, wenn trotz einer vorhandenen Symptomatik nie eine entsprechende Diagnostik erfolgt ist und auch kein Verdacht auf ADHS von ärztlicher Seite geäußert wurde.

Selbstbeurteilung des Betroffenen

In diesen häufigeren Fällen erfolgt die erforderliche Symptomabklärung anhand einer Selbstbeurteilung des Patienten. Hierfür werden mitunter standardisierte Fragebögen eingesetzt, die auf das Auftreten von ADHS-Symptomen im Alter zwischen 8 und 10 Jahren ausgerichtet sind. Der Patient soll dabei selbst beurteilen, ob oder in welchem Ausmaß Aussagen zu Verhaltensweisen, Schwierigkeiten oder Eigenschaften auf ihn zugetroffen haben.

Beurteilungen aus dem sozialen Nahbereich

Allgemein wünschenswert sind Verhaltensbeschreibungen von Eltern, Geschwistern und anderen Bezugspersonen. Auch schriftlich verfasste Einschätzungen zum Verhalten der Kinder (z. B. in Schulzeugnissen) sollten dem Arzt als Informationsquelle zur Verfügung gestellt werden.

Wie äußert sich eine ADHS bei Kindern?